Die Suche nach der günstigsten Feuerwehrzufahrt kann wichtige Zeit kosten.
Aus diesem Grund sind Rettungswege in vielen Fällen bereits ausgewiesen.
Doch sollten Sie einige Dinge beachten, damit Einsatzkräfte der Feuerwehr oder des Rettungsdienstes weder bei der Anfahrt noch während des Einsatzes behindert werden.
Sie können mithelfen!
Denken Sie daran, diese Hilfe könnten auch Sie einmal benötigen!
Lösch- und Rettungsmaßnahmen sind durch Einhaltung eines ausreichenden Sicherheitsabstandes nicht zu behindern!
Parken Sie in engen Straßen nicht beidseitig. Die Fahrzeuge der Feuerwehr und des Rettungsdienstes sind meist größer als PKW´s und benötigen eine Durchfahrtsbreite von 3.5 m.
Halten Sie gekennzeichnete Zufahrten / Stellflächen unbedingt frei!
Beachten Sie Parkverbote in den Eppsteiner Straßen. Es dient auch ihrer eigenen Sicherheit.
Halten Sie Hydranten auf Strassen und Gehwegen frei. Sie sind für die Feuerwehr oftmals die einzigen Entnahmestellen für Löschwasser!
Und bedenken Sie: Feuerwehr und Rettungsdienst kommen meist mit Großfahrzeugen, die viel mehr Platz benötigen, als ein PKW!
Fast jeder vierte von der Kriminalpolizei wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelte Tatverdächtige ist ein Kind unter 14 Jahren!
Eine Zahl aus der Kriminalstatistik, hinter der sich oftmals unsagbares Leid verbirgt.
Der hohe Zahl von Bränden, die von Kindern ausgelöst werden, und damit die Gefahr, dass zündelnde Kinder leichtfertig ihr eigenes Leben und das Unbeteiligter aufs Spiel setzen, kann nur durch eine pädagogisch sinnvolle Aufklärungsarbeit entgegengewirkt werden.
Angesprochen sind in erster Linie die Eltern, da sie bereits frühzeitig über die Gefahren des Feuers sinnvoll aufklären können.
Darüber hinaus können Kindergärten, Vor- und Grundschulen, aber auch weiterbildende Schulen die elterliche Aufgabe wirkungsvoll unterstützen.
Auch die Feuerwehr Eppstein bietet Brandschutzerziehung und aufklärung in Kindergärten und Schulen an.
Machen Sie einen Termin!
Einige grundsätzliche und wichtige Ratschläge für die Eltern hat Ihre Feuerwehr für Sie zusammengestellt:
Feuer ist heiß!
Kleinkinder sollten frühzeitig mit dem Feuer bekannt gemacht werden.
Durch das langsame Hinführen eines Fingers zur offenen Flamme macht das Kind die erste unangenehme Bekanntschaft mit dem Feuer.
Die erste Vorsicht wird wachgerufen. Diese psychologische Einstimmung zum vorsichtigen Umgang mit Feuer ist die wichtigste Vorbeugungsmaßnahme gegen Brände jeder Art, denn sie wird den Menschen auf seinem ganzen Lebensweg begleiten.
Feuer fasziniert!
Selbst mit gutem Beispiel vorangehen und Vorsichtsmaßnahmen treffen:
Streichhölzer und Feuerzeuge nicht achtlos herumliegen lassen, besonders nicht, wenn Kinder häufig alleine sind!
Kinder nicht zum Einkaufen von Zündmitteln schicken!
Kinder unter zehn Jahren niemals offenes Licht anvertrauen!
Kleinkinder niemals bei offenem Licht unbeaufsichtigt lassen!
Mit strikten Verboten, Abschreckung oder Angst erreichen Eltern nur den gegenteiligen Effekt, denn sie wecken nicht nur die Neugier, sondern auch den Trotz des Kindes mit der Konsequenz, dass das Kind in aller Heimlichkeit zündelt. Und gerade das ist die größte Gefahr!
Notruf 112
- Diese Nummer gilt bundesweit und garantiert schnelle Hilfe in allen Notlagen.
Damit die Helfer wichtige erste Informationen erhalten, sollten einige Spielregeln beim Notruf beachtet werden.
Es gelten die 5 W´s:
WER
ruft an?
WAS
ist passiert?
WO
ist es passiert?
WIEVIELE
Verletzte gibt es?
WARTEN
auf Rückfragen des Leitstellendisponenten
WARTEN
auf die Einsatzkräfte an einem sicheren Ort!
Denken Sie daran, dem Leitstellendisponenten neben der Straße auch den Ort oder Ortsteil zu benennen.
Je detaillierter die Informationen weitergegeben werden, desto sicherer erreicht Sie Hilfe!
Vor allem bei einem Anruf über Handy sind genaue Angaben wichtig, da der Anruf aus technischen Gründen nicht immer bei der zuständigen Leitstelle in Hofheim ankommt.
Und: Rufen Sie an!
Verlassen Sie sich nicht darauf, daß andere einen Notruf absetzten.
In Deutschland sterben jedes Jahr mehr als 800 Menschen bei Wohnungsbränden.
Tausende erleiden Verbrennungen und Vergiftungen.
Die meisten dieser Menschen kommen bei nächtlichen Wohnungsbränden ums Leben.
Moderne Haushalte sind von Möbeln bis zu Gebrauchsgegenständen angefüllt mit Kunststoffen, bei deren Verbrennung giftiger Rauch entsteht. Dieser Rauch durchdringt schon bei einem kleinen Brand in wenigen Minuten die ganze Wohnung.
Schlafende werden bewusstlos und ersticken oft schon bevor die Feuerwehr alarmiert ist.
Durch eine rechtzeitige Warnung wäre oft Flucht und Rettung möglich gewesen.
Ein Rauchmelder erkennt frühzeitig den bei Schwelbränden entstehenden Rauch und warnt durch einen lauten, pulsierenden Ton. Schlafende werden so zu einem frühen Zeitpunkt geweckt, so dass deren Rettung noch möglich ist.
Die meisten Rauchmelder sind batteriebetrieben und kosten nicht viel (ca. 30 EUR/Stk.).
Da sie nicht an das Stromnetz angeschlossen sind, bedeutet dies nicht nur eine einfache Installation, sondern auch eine Funktionsfähigkeit im Falle eines Brandes.
Rauchmelder sind erhältlich in fast jedem gutbestückten Baumarkt oder Elektrofachhandel und enthalten Hinweise zur richtigen Montage. Auch ihr Feuerlöscherfachhandel ist eine sehr gute Adresse für diese Geräte.
Übrigens: In England sind solche Melder Pflicht und haben mit dazu beigetragen die Anzahl der Toten bei Bränden, in den letzten 5 Jahren, zu halbieren.
Rauchmelder können zwar kein Schadenfeuer verhindern. Sie werden jedoch gewarnt und können so rechtzeitig handeln bzw. reagieren.
Stellen Sie den Feuerlöscher nach dem Gebrauch nicht einfach zurück, sondern lassen Sie ihn durch den Kundendienst überprüfen und wieder funktionsfähig machen.
Feuerlöscher müssen regelmäßig - auch ohne Gebrauch - geprüft werden.